Dichterhain (JBHart)


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Der Schreiberling

Alles verloren

Gibt es überhaupt noch wahres Glück,
wenn ja erarbeit es dir nur ein Stück
dann fällst du auch nicht so tief.
Verspührst den Verlust so intensiv
Ich hab verloren was ich brauche,
mache nur noch was ich muss.
Alle sind damit zufrieden
denn nur mir fehlt dieser Kuss

Ich habe alles verloren.
Meine Gefühle waren nicht wichtig
Ich habe alles verloren.
Nun schmerzt es daher richtig

Warum leb ich diese ganzen Ideale
Wo ich mir meine Zukunft ausmale.
Kämpfe so gerne auch im Stress
Wo ich leider mein Herz vergess
Ich wache viel zu spät erst auf,
und nun fehlt mir die Motivation
Alle bauen auf meine Hilfe.
Doch ich hasse diesen Thron.

Ich habe alles verloren.
Meine Gefühle waren nicht wichtig
Ich habe alles verloren.
Nun schmerzt es daher richtig
9.9.09 15:32


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Ich bin wer ich bin!

Vier Wände umkreisen meinen sinnlos erdweilenden Körper. Die vergilbte Tapete gibt mir das bildliche Gefühl meines stinkenden Daseins und der Fügungen der ich mich ergeben muss. Man verlangt von mir das ich mich ändere und entsprechend der gegebenen Umgebung zu leben habe. Mein Kerker ist meine eingegrenzte Freiheit. Hier bin ich Mensch, hier lass ich mich gehen.
Gedanken kreisen wie Atome ständig um die Gedärme meines Hirnes. Denken ist mein Leid und zum vollziehen derer ist keine Zeit. Der Schlaf ist ein bekannter Feind, er ist eine Wendezeit die mich hindert. Nachts lass ich meinen Träumen freien lauf, dann kommt der Schlaf und am Morgen gebe ich diese Träume wieder auf. Ich brauche lange Zeit mir die Motivation für meine Ziele wieder neu zu legen. Arbeit drängt sich mir in den Tag. Und Hausarbeiten und elende Verantwortungen, bis ich damit beginnen kann, meine Ziele zu finden. Man verlangt ich solle glücklicher sein. Nach allem was mein Tag mir gibt, - ich soll glücklich sein und mich dem Erlebnis hingeben. Die Eiszeit meines Herzens gipfelt in mir auf. Für Ziele keine Zeit, sie zu erreichen. Dabei bin ich glücklich wie ich lebe. Es hat den Anschein, dass meine Ansichten von glücklich sein nicht mit den Empfindungen anderen eine Ergänzung eingehen. Für Ziele ist also noch keine Zeit. Sie wird verschwenderisch in Grundlagen verschleudert. Mich ändern? Ich muss mich ändern? Bin ich wer ich bin? ... nur in meinem Kerker! Zweisamkeit ist der Verlust der Kreativität. Der Freiheit?
Doch hat man das Herz nicht nur um das Blut in den Adern zu transportieren. Es setzt sich mit unserem dreckigen Gehirn in Konflikt und lässt uns fühlen. Es entwickeln sich Zwänge, etwas für sich haben zu müssen.
Ich werd mich ändern!
Ich drücke meine Zigarette am Ascherrand aus, blasse einen sehr gespannten Hauch aus und bewege mich widerwillig auf den Spiegel an meinem Wandschrank zu. Ich sehe mich. Ich merke nichts besonderes. Nur denken tue ich. Mir wird klar das ich sterben werde und alles kein Sinn hätte und das die Meere so groß sie auch seien, einst in sich fallen werden. Ich lächle mich in dem Spiegel an. Das erste was ich tun könnte, ist mir die Fresse zu polieren. So soll ich das alles in der Gesellschaft machen? Ich spanne meine Oberlippen weiter auf und merke das es mir schwer fällt dies als selbstverständlich zu empfinden. Ich lache in den Spiegel. Ich lache, weil ich es auch können sollte. Wer macht das? Die Welt fällt um mich ein und ich muss mich schwermütig berapplen wieder zu lächeln. Ich ziehe die Wangen ein Stück hoch und öffne meine Augen etwas mehr. Mir scheint es ein wenig besser zu gefallen. Ich experimentiere weiter in verschiedensten Versionen. Wie Knetgummi kommt mir meine Haut vor. Ich glaube nicht, dass ich dafür geschaffen bin. Aber was soll es. Man verlangt, also tue ich. Nach Minuten des zehren, ziehen und Streckens halte ich ein Lächeln und versuche es mir als eine Gewohnheit in den Muskel zu pressen. Nach einer Weile entspanne ich mein Gesicht und versuche nun die selbe Stellung wieder hin zu bekommen. Kein Problem, es klappt. Ich betrachte mich und überlege ob es auch funktionieren wird, wenn ich Zwanghaft glücklich sein muss. Ich beginne an etwas zu denken, was mich rasend macht und versuche nun dabei zu lächeln. Es funktioniert zweifelsfrei, bis auf das innere Gefühl, dass sich wie in Beton eingegraben, stetig mit Druck voll saugt und darauf wartet wie eine Bombe zu explodieren. Ich lächle mich weiter an. Mein Spiegelbild. Da steht jemand, der ich sein will, aber wie ein Verrückter grinst und eine falsche Ansicht von mir gibt. Ich haue ihm auf die Fresse!
Sanft rieselt das Blut von meiner Hand. Sie fühlt sich schön warm an und der Schmerz an den Rissen treibt meine Nerven zu einem wundervollem Takt. Wie kann ich jemand werden, der ich nicht bin? Der Takt treibt mich ins Bad, um die Blutung zu stillen und innerlich in den Frieden. Ich bin wer ich bin!
8.8.08 18:23


Du so wie auch ich

...und er saß neben mir in seiner gekränkten Haltung, schlürfte sein Bier, welches fest umkrallt sein wohl letzten Halt darstellte.

"He, mach dir kein Unmut, auch deine Zeit wird kommen und sei es die Zeit, in der du auch nur stirbst!"

Skol dem, was man Leben nennt!
4.8.08 18:14


Mein Keller ist zu klein!

Gefährliches Gedankengut streichelt mir an der Hirnrinde. Diese elenden Kopfschmerzen – jeden Tag! Vom kleinen Stechen bis zum erbarmungslosen Bohren und Hämmern. Die Gedanken in dem Beben bleiben mir, doch ist mir gleich, wie wichtig jeder einzelne von ihnen ist. Ich kratze täglich tief in meiner Lederbörse und errechne mir in Zahlen was überbleibt für mein Leben. Welch Traurigkeit.

Ich stehe im Weinberg, die Bütte auf den Schultern, die Kapuze zu geschnürt, der Wind weicht mir schlangenförmig. Meine Ohren sind gespitzt auf den nächsten Ruf eines Lesers, seine Trauben begierig als Last auf mein Rückrat zu legen.
Und die Knie, wer denkt an mich?

Die volle Bütte den Hang hinab und wieder rauf und abermals warte ich, um an die 6 Zentner auf die Schultern gepackt zu bekommen. Wankende, rotbeschmierte Lippenwesen treiben sich zwischen den Zeilen.
„TRÄGER!“ Und wieder mein Einsatz! Für was? Allein für ein festen Schlaf und ein zahmes Schaben im Leder. Doch besser als gar nichts.

Unter der Kniescheibe gräbt sich schon wieder eine Kolonie von Maulwürfen um sie zu durchdringen. Jeder Schritt ist ein Schnitt, der mir die Beine sanft amputiert. Jede Vene schnürt sich fein, jeder Nerv will längst nicht mehr sein. Welche Schmerzen. Für was?

Ich saß im Krankenhaus. Sprechtermin beim Doktor. Wandelnde Invaliden und kampfeslose Zitterbacken erheiterten sich in Wochenzeitungen und saugten jedes Wort wie eine Hoffnung in die todgrellen Augen. Sie sind gefangen. Was sollen sie auch tun. Was sollte ich tun, als zu gehen?
Um mich in die Röhre zu schieben bedarf es so oder so eine Wartezeit von mindest einem halben Jahr. Ich will nicht so werden!
Kaputtgespielt!
Noch kann ich alles geben und muss nebenher noch alles halten. Ich würde mir ein zu zeitlichen Aufwand machen, wenn ich mich jetzt fachmännisch auf ein Blatt Papier notieren ließe für ein Ritt in die Röhre. Meine Zeit kommt noch!
Wenn ich dann endlich ein Ring kaufen kann. Wenn ich sie frage, ob sie in meine neue Wohnung mit Balkon ziehen will. Wenn ich auf dem Amt mein unbefristeten Arbeitsvertrag hinlegen kann und den Rechner für eine vierstellige Zahl zücken muss. Meine Zeit wird noch kommen, vielleicht?! Ich muss nur weiter machen. Keine Zeit für Pausen.

Eventuell könnte ich zwischen den Überstunden am Samstag früh und den ehrenamtlichen Verantwortungen am Nachmittag mal wieder ein Mittag mit meinem Mädchen verbringen. War sie vor kurzen nicht einmal beim Friseur? Ich glaube ja!? Es ist schön zu wissen das man jemanden an seiner Seite hat, auch wenn man eigentlich alleine ist. Wie sie wohl aussieht. Und wie ist es mit meinem Spiegelbild. Mal schauen ob ich Zeit finde mich schick zu machen?

Ich laufe zu meinem wöchentlichen Handballtraining. Die Knie gehen wie zwangsgeölt ganz gut. Bei der ersten Erwärmungseinheit ist dann aber die Maulwurfkolonie wieder zu Gange. Zu schnell gebremst. Richtungswechsel sind für mich die Rentner der Bewegung. Sie lähmen, bremsen, strecken mich. Wie soll das weiter gehen?
Es lege ja auf der Hand einfach damit aufzuhören. Ältere Menschen machen dies und wenn ich mich alt fühle, warum ich dann nicht auch? Doch ich bin verrückt! Und wer will so mit mir leben? Die, die es wollen, wollen auch nicht das ich so lebe. Doch wie soll ich ihnen dann mit innerer Ruhe und materiellem Gut entgegenstehen. Verrückte leben des öfteren in Zellen und ganz allein. Meine Zelle ist die Welt und ich will sie teilen, oder nicht? Jetzt beben wieder die Gedärme des Hirns! Man könnte es entbehren wenn man etwas Erfolg vorzuweisen hat.
Aber... ich muss daher noch etwas roboten. Beiläufig nun alles was einem Lieb ist zu halten, scheint schier unmöglich. Nur wenn die Faulhaut kürzer kommt und der Schlaf in den Tod verschoben wird, besteht eine Möglichkeit. Wohlersehntes Glück komm bald.
Manchmal wünschte man es wäre schon die Zeit - und andernfalls vergeht sie viel zu schnell.
Kaputtgespielt!
22.4.08 19:57


Kopf

Es sind oftmals die Worte die uns schöne Begebenheiten und Momente bescheren und doch sind es auch viel zu viel die Gedanken daran, ein festes Vertrauen in ihnen zu finden.
Warum?
Erkenntnisse des Lebens tragen uns von Trümmerhaufen zu Trümmerhaufen und wächst eine Blume daraus, ist der bittere Hintergedanke zu meist, dass sie auch als bald verwelkt.
Blumen sind selten im gierpaukenden Gewimmel der Bevölkerung.
Umhergestürze in der Eigenliebe,
jeder seine eigene Blume,
so wächst nie eine Rabatte für des Lebens schweren Trist.
Worte der Wahrheit kennzeichnen sich nicht mit bestimmten Merkmalen. So ist ein ernster Blick auch meist nur das Elend einer scheinbaren Wahrheit!
Und wenn nicht? – dann ist der Blick der Todenstare das unfaire Ende aller Ehrlichkeit und fester Prioritäten.
Das Leben ist hart, ungerecht und das ist nichts neues, weder alltagsfremd.
Doch der Kopf ist die Macht die sich darüber hinweg setzt. Dem Regentag ein Sonnenlicht gibt, dem Tode einen Sinn, dem Leben einen Nutzen und der Liebe all seine Gefühle.
Nur wer nutzt ihn?
24.3.08 16:24


Ich will sie schreien hören!

Das Fenster ist offen. Ich wische die verstaubte Fensterbank vor meinem Mittagstisch noch einmal ab und erhoffe mir, dass die Ruhe aus dem toten Felde neben meinem Haus mich nicht wieder zu sehr stranguliert.
Die Sonne strahlt sehr matt durch die Küche, legt sich mit dem Schatten bald in Einklang. Keine Regenwolken in Sicht! Das Mückennetz streckt die wahre Pracht der Sonne dahin, aber ich kann es nicht entfernen. Dreckiges Insektenvolk tummelt sich auf dem toten Felde neben meinem Haus. Ganze Kolonien hausen da und in Horden verirren sie sich an meinem Fenster. Wie wild gewordene Bettler rasen sie gegen das eng gestickte Netz! Verlassene Landschaft. Nicht mal ein Atomkraftwerk würde man hier in dieser abgemagerten Region noch bauen. Wenn es überhaupt gehen würde? Ab und zu hört man einen Falken kreischen. Manchmal schaue ich ihm auch zu. Zielstrebig und mit System umkreist er das Feld. Dann geht er abwärts, packt zu und hat immer seinen Erfolg. Der schwarze Ritter des Feldes! Es scheint als säubere er das Feld. Er hat seine Augen überall, - über seinem Feld und alles was nicht hinein gehört packt und trägt er von dannen.
Trostloses, leeres Feld, welches bestückt ist mit Ruinen. Viel zu oft sehe ich in ihm die junge Hoffnung die darin lebte. Ich wünscht ich könnte diese Ruinen nur einmal noch schreien hören.
Damals schloss ich das Fenster und war besorgt. Ich öffnete es und hörte Kinder schreien. Alle Sorgen waren vorüber, sie schrieen und das hieß, ihnen geht es gut. Ich war glücklich!
Heute hab ich es offen, will es aber noch weiter öffnen und wische dann die Fensterbank ab um mir das Alibi für meine Vergesslichkeit zu verschaffen. Vergesslichkeit? Gute Gewohnheit ist mir das liebere Wort.
Ich schließe es auch noch wenn Besuch kommt, um sich in Ruhe unterhalten zu können. Keiner versteht warum ich das tue. Ich sage immer nur: „Wegen den Kindern! Wer will ihnen ihre Freiheit nehmen, wir doch bestimmt nicht!“ Mittlerweile weiß ich auch, dass dies ein Aufgabengebiet der Politik ist.
Krankhafte Blicke entgegnen mir, bis ich es einfach als eine alte Gewohnheit abschmettere was ich tat.
Ich öffne dann wieder das Fenster und mit bebendem Herz erhoffe ich mir, es würden Kinder schreien...Doch nichts!
Und wenn dann mein Gast noch fragt, wieso an diesem Platz gerade Kinder schreien sollten und noch die Vermutung hinzufügt, man bekäme hier einige Vergewaltigungen zu hören, ist das sehr enttäuschend für mich. Ich wäre der letzte, der dann sein Fenster schließen würde, geschweige denn, am Fenster noch stehen würde!
Der Tag ist somit für mich gelaufen.
Was war einmal und was sind wir geworden?
An den Wänden der Stadt steht nicht mehr „Wir sind das Volk!“ - Nein, heut zu Tage muss man gleich 10 Dolmetscher zur Hand haben um das Gekritzel darauf zu verstehen. Obwohl sich das auch nicht lohnt. Was ist daran zu verstehen? Wörter die nur irgendwelche Gruppierungen benennen. Ich bleibe daher schon seit einiger Zeit lieber Zuhause. Denn da lohnt es sich noch das Wort „Zuhause“ als begriffsklar an zu erkennen. Die Region ist schon lang nicht mehr meine Heimat! Auf jeden der hier etwas ändern will, kommt Zeit für Zeit ein anderer ,der es wieder einreist. Und es ist wirklich ein „Anderer“!
Er schluckt die Zukunft und die Hoffnung darauf noch in die Zukunft zu planen!
So wie dieser Kindergarten hier nicht mehr steht, ist dies auch ein Zeichen, dass die Planung nach kleinen, tollpatschigen Querulanten nicht mehr möglich ist. Warum?
Ich will sie nur einmal noch schreien hören!
Nur einmal noch! Dann bin ich auch zu Hause! Lasst sie wieder schreien.
11.1.08 14:06


Motivation 1314

für die Freiheit 2xxx

Was ist ein Mann für ein Mann, wenn er nicht seine Welt verbessert!?

Sterben müssen wir alle,

aber wahrhaftig leben?

In diesem Sinne, ein hoffentlich neues Jahr, in dem der Deutsche aus seinem Schlaf erwacht!!!

30.12.07 13:50


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