Dichterhain (JBHart)


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Narrenschiff

Auf dem Narrenschiff regiert eine Frau!

Es ist nun schon so weit, die Emanzipation hat ihren Zenit erreicht und eine Frau steht am Steuer unseres Schiffes voller Narren. Die Route ist geändert und der Weg gen Riff ist nun bald frontal gerichtet. Der Kurs soll bald von 16 Grad auf 19 Grad nördliche Richtung korrigiert werden. Lug und trug besegelt die See, der Kurs stand einst auf 18 fest und man hat die route noch waghalsiger gewählt. Unserer Schiff kann längst die umher schwimmenden Haie nicht mehr kontrollieren. Sie zerfleischen unsere Fische im Wasser, unserer Grundlage, unsere Hoffnung und dieses Problem bekommen die Matrosen an Deck zu spühren. Die Haijagt ist ein Wort welches schon seit Jahren nicht mehr zur Debatte stand und so geht es den armen Deckschruppern an den Kragen. Unser einst schaut nun verstört hinauf auf die gesicherte Brücke, um die nicht einmal die Möwen noch kreisen dürfen und verspühren dunkele Zeiten die uns nahen. UND KURS AUFS RIFF!!!!!
1.3.06 16:03


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Hier ist zum Text Narrenschiff eine Karikatur von Brant aus dem Jahr 1494. Ist schon garnicht schlecht das man früher schon wusste was die Herrscher für uns sind: Ein Schiff voll Narren.

Mal sehen, ich glaub in nächster Zeit werden hier mal nen paar aktuelle Narrenaktionen unserer Frauenregierung stehen.
27.2.06 17:17


Das Narrenschiff

Das wohl beste Lied aller Zeiten. Der Text beschreibt die traurige Wahrheit unseres heutigem Lebens mit der Politik und anderen gesellschaftlichen Normen. Es ist in manchen Stellen schwer, die Assoziationen heraus zu lesen, aber ich glaube es wird jeder etwas finden! Es kann, nein, es soll hier über den Inhalt diskutiert werden, also schreibt fleißig mal nen paar Antworten.

"Das narrenschiff" von reinhard mey

Das Quecksilber fällt,die Zeichen stehen auf Sturm,
nur blödes Kichern und Keifen vom Kommandoturm,
und ein dumpfes Mahlen grollt aus der Maschine.
Und Rollen und Stampfen und schwere See,die Bordkapelle spielt: Humbatätärää,
und ein irres Lachen dringt aus der Latrine.
Die Ladung ist faul, die Papiere vergilbt,die Lenzpumpen lecken und die Schotten blockiert,die Luken weit offen und alle Alarmglocken läuten.
Die Seen schlagen mannshoch in den Laderaum,
und Elmsfeuer züngeln vom Ladebaum,doch keiner an Bord vermag die Zeichen zu deuten.
Der Steuermann lügt, der Kapitän ist betrunken,
und der Maschinist in dumpfe Liturgie versunken,
die Mannschaft: lauter meineidige Halunken,
der Funker zu feig um SOS zu funken.
Klabautermann führt das Narrenschiff, volle Fahrt voraus und Kurs aufs Riff!
Am Horizont Wetterleuchten; die Zeichen der Zeit:
Niedertracht und Raffsucht und Eitelkeit.
Auf der Brücke tummeln sich Tölpel und Einfallspinsel.
Im Trüben fischt der scharfgezahnte Hai,bringt seinen Fang ins Trockne, an der Steuer vorbei,
auf die Sandbank bei der wohlbekannten Schatzinsel.
Die andern Geldwäscher und Zuhälter, die warten schon,
Bordellkönig spielt Automatenbaron,im hellen Licht, niemand muss sich im Dunklen rumdrücken.
In der Bananenrepublik wo selbst der Präsident,
die Scham verloren hat und keine Skrupel kennt,
sich mit dem Steuerdieb im Gefolge zuschwingt.
Der Steuermann lügt...
Man hat sich glattgemacht, man hat sich arrangiert,
all die hohen Ideale sind havariert,und der grosse Rebell, der nicht müd wurde zu Streiten,
mutiert zu einem servilen, giftigen Gnom,und singt lammfromm vor dem schlimmen alten Mann in Rom seine Lieder,
fürwahr! Es ändern sich die Zeiten.
Einst junge Wilde sind gefügig, fromm und zahm,
gekauft, narkotisiert und flügellahm.
Tauschen Samtpfötchen für die einst so scharfen Klauen.
Und eitle Greise präsentieren sich keck,mit immer viel zu jungen Frauen auf dem Oberdeck,
die ihre schlaffen Glieder wärmen und ihnen das Essen vorkauen!
Der Steuermann lügt...
Sie rüsten gegen den Feind, doch der Feind ist längst hier,
er hat die Hand an deiner Gurgel, er steht hinter dir,
im Schutz der Paragraphen mischt er die gezinkten Karten.
Jeder kann es sehen, aber alle sehen weg,
und der Dunkelmann kommt aus seinem Versteck,
und dealt unter aller Augen vor dem Kindergarten.
Der Ausguck ruft vom höchten Mast: Endzeit in Sicht!
Doch sie sind wie versteinert und sie hören ihn nicht,sie ziehen wie Lemminge in willenlosen Horden.
Es ist als hätten alle den Verstand verloren,
sich zum Niedergang und zum Verfall verschworen,
und ein Irrlicht ist ihr Leuchtfeuer geworden.
Der Steuermann lügt...

lalalalala....

Der Steuermann lügt...
27.2.06 17:08


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