Dichterhain (JBHart)


* Startseite     * Über...     * Archiv     * Gästebuch     * Kontakt     * Abonnieren



* Themen
     Dichterhain
     Der Schreiberling
     Narrenschiff
     Neidtexte

* mehr
     Das räudige Leben (Kapitel1)
     Willst du schlafen gehen?

* Links
     elcommandante
     500beine
     Messias
     promisc
     J.B.Hatecraft
     Tabulatoren
     Toplisten








Narrenschiff

Ein unaufessbarer Teller unwichtiger Allgemeinbrei.

Leiber recken sich in der Sonne und schürfen das eingelagerte Salz auf ihren Wunden. Hoffnung blüht scheinbar auf. Gilbe Blätter flattern durch jeden Winkel auf dem Deck. Gilbe Blätter mit bunten Farben eingeziert und klaren Worten die selbst der dümmste Deckschrubber verstehen würde. Injizierung aufreibender Themen sind das Ziel. Die Horde diskutiert wild und auch sichtlich klar scheint die Entscheidung. Nie wieder dieses Schiff! Nicht so!
So segelt angenagt der riesige Holzkadaver seinem Ende entgegen. Bald Land in Sicht zu haben ist der ungebremste Traum. Und auch Essen in den Mündern. Welch Wohltat es doch wär...würden wir sie abwählen.
Nur noch ein paar Wochen waren es, dann hätten wir es hinter uns gebracht. Doch der Kapitän, wohl eher die !Kapitänin! und ihre gutgenährten Schoßhunde gaben sich auf liebvollste Weise ihrer Besatzung her. Man verkündete es sei eine Flaschenpost gefunden wurden, die eine Karte enthalte, welche ein enorm fruchtbares Land hergibt. Das Utopia unserer Träume ist nicht länger mehr ein Traum. Zur Feier dieser Entdeckung gab es riesige Portionen Brei aus den Restbeständen unserer einst so vollen Kartoffelkammer.
Diese Tölpel aßen und aßen. Die Gegenkandidaten, welche den Kapitän ablösen wollten, streikten und hungerten. Ihre Augen bargen Tränen die nicht verstanden. Die Augen der Deckschrubber jedoch glänzten voller Freude und sie wiederum verstanden nicht, wie man sich des Essens eines so edlen Kapitäns verweigern könne. Gierig schlangen sie ihr Brei weiter in sich hinein.
Vollgenährt in den späten Abendstunden liefen dann die Schoßhunde in den Reihen entlang und verlangten den Namen des künftigen Kapitäns hören zu wollen. Die Wahl war geschehen. Überdeutlich blieb alles beim alten. Aufgaben wurden nun verteilt um das Schiff auf Fordermann zu bringen damit das Land in einem guten Zustand angesegelt werden kann. Mit Schweiß und Tränen, aber überseht von Hoffnung, packten alle mit an. Das Schiff glänzte auf eine Art und Weise wie nie zu vor. Nach mehreren Wochen war nun alles getan. Allein der Traum an dieses Utopia, an dieses Ziel, brachte die Leute dazu alles zu geben, ohne zu bemerken, dass es nicht einmal Essen gab. „HUNGER!“ schrie der ein oder andere. Aber von der Brücke kam keine Antwort. Durch die Segel zog seicht der Wind. Es gab keine Antwort.
Und das Narrenschiff hält weiter aufs Riff zu.
10.7.09 15:47


Werbung


Es ist genug!

Es ist genug! Es nimmt überhand! Die Sonne bearbeitet das Deck in einer gemütlichen Art von Wahnsinn. Auf den Holzbrettern häuft sich eine stinkende Flüssigkeit, getränkt in Lauge.
Sie beißt sich durch die Nasen, - wie faulend, tödlich, zellenzerstörend und widerwärtig es den herkulischen Wind doch ergänzt. Und irgendjemand, dessen Sprache ich nicht verstehe, reibt dieses Zeug halbtuend über die grün mosernden Deckbretter. Unverständlich und abwertend, denn ich treibe mir die Langeweile hier breit. Es bleibt mir nichts als zu schauen und mich am Schönen dieses Schiffes zu ergötzen. Doch Schön? – was ist Schön, wenn es zu lange währt. Das Meer in seiner unendlichen Weite. Wellen die sich sanft strecken, ungebrochen, unheimlich und ungleichmäßig schön. An den Steilen der ungebrochenen Wände spiegelt sich die Sonne empor und es glänzt wie ein Meer aus Diamanten. Man erheitert, amüsiert und philosophiert sich daran. Jetzt aber ist es nur noch ein blindes Starren. Das Wasser ist entschönt für einen, der zuviel Zeit mit ihm verbringt. Nur blindes Starren und denken! Zuviel! Zuviel denken! Der Deckschrubber wirft seinen braunen Wischer unerfahrenen, ekelig auf eine noch trockene Stelle und verreibt die penetrante Lauge so tief in das Holz, dass es den Glauben erweckt, er würde bereits dem Tod den Nacken kraulen. Jemand verrichtet meine Arbeit stinkend und unzuverlässig. Als Ergebnis erhebt sich in mir ein Gedankenfluss, den ich nicht erörtern kann und mir das Hirn wälzt. Ein schwarzer Vogel treibt ruhig wie ein Schatten über das Wasser und die Wellen. Man sieht, wie er kämpft, wenn die Böen sich unter sein Kleid drängen um ihn zu ertränken. Er hält sein Gleichgewicht und lebt weiter. Im Gegensatz zu mir. Ich lebe, doch was ist ein Leben neben dem Strom der Taten. Also lebe ich nicht? Ich versuche mich meiner Gedanken zu entledigen und suche Ablenkung. Ich stelle mich näher an die Reling und schau am Rumpf herab. Ich höre, wie die Ruder gleichmäßig und schwerfällig immer und immer wieder zu Wasser fallen, dann ein Zug und wieder ein Zug. Aus den Rumpföffnungen kreischt das Gestöhne der Rudermänner. Die, die hier eigentlich alles noch halten, obwohl keiner etwas von ihnen hält. Zerfressene Lippen, aufgeschürfte Hände, krumme Buckel und Augen die wie Feuer aus ihrer Höhle hervor stechen. Diese ehrenwerten, armen Teufel. Ich stoße mich von der Reling weg und überschaue das Deck. Der Schrubber raucht gemütlich eine Zigarre und kratzt sich die Pest von den Armen. Auf den Liegestühlen im Wind hat sich eine Frau, reich von Rubinen und Smaragden, breit getan. Was sie nur von ihrem Reichtum hat. An ihrer Schläfe quellt nur noch der pure Knochen, ihre Wangen sind wie ein vertrockneter Strand und ihre Knie sind krüppelige Berge auf einem glatten Kamm. Fleisch ist an ihr nur wenig und bei den dürren Muskelfäden, die ihren Körper zieren, fragt man sich, wie sie es noch schafft nach Atem zu ringen.
Ich setze mich zu Boden, sodass es anfängt zu knarren und obwohl seine Zigarre erst zur hälfte aufgeraucht ist, brummelt mich der Deckschrubber mit unverständlichen Worten voll. Seine Arme strecken sich wie Tentakel wild in Luft. Er wird lauter und ich glaube er ist sauer, dass ich mich auf sein frisch gewischten, stinkenden Boden gesetzt habe. Er kommt zu mir und jagt mir seine Knie in den Rücken. Verdammtes Pack! Was er mit der Sprache nicht kann, macht er mit seinem Körper. Als deutliches „Ja, ich gehe schon“, habe ich ihm eine in seine schmale Fischfresse gegeben und mich wo anders hin gesetzt. Um mich abzuregen, blicke ich wieder auf das Wasser. Ich denke an soviel schönes. An grüne Blätter, sauberes Wasser, fruchtbare Erde, - all das, was mancher in seiner Kajüte stehen hat. All das, was ich auch nur will und doch nicht besitzen kann. Die ungebrochenen Wellen stoßen sich der Sonne entgegen. Es wirkt als würden sie sich unerbittlich mit ihren Ellebogen von den anderen weg schlagen, um nur an der Luft zu bleiben und der Sonne zu würdigen. Kampf ums überleben! Ich fasse mir aus den Wellen wieder Mut und komme aus meinen depressiven Trott heraus. Ich freue mich die Luft zu atmen, wie sehr sie auch stinkt. Ich nehme mir vor zu kämpfen, also zu leben. Mehr bleibt mir nicht! Es ist jedoch genug, - denn nichts ist so kostbar wie das Leben, gerade in Zeiten wo es nichts zählt.
28.6.07 14:14


Kapitän, oh Kapitän

Das Volk lebt doch!
Aber eben nur in den wohl schlimmsten, dreckigsten und unbeliebtsten Ecken des faulenden Deckes. Verwundert geht ein mancher über knarrende Dillen unter denen ein Lied ertönt, wo sein Herz so gleich nach argem Hass aufstöhnt. Verfolgungswütig wie ein schöner Duft in der Nase leitet einen das Ohr in den tiefsten Keller, wo man überrascht freundlich ein Seidel in die Hand bekommt. So steht man unten, wo es stinkt und darbt und doch ist des Kopfes Freiheit rein wie Glas geblasen. Ein poltern und stoßen ist auf den Tischen zu vernehmen. Im viertel Takt drischt das Seidel auf den Tisch und ein blechernes Klirren, ein dumpfes Knarren und ein wildes Stampfen ist im Raum zu vernehmen. Ein rohes Durcheinanderschlagen was doch harmonisch klingt, beschallt den tiefen, wässrigen Raum und ein Chor klimmt in ganzer Reife vorher. Aus jedem Munde rauscht der Ton von Riemen, düster, dreckig und doch verständlich.
„Kapitän, oh, Kapitän,
deine Habsucht wollen wir sehen.
So viel Salz, viel Salz,
Soll stecken bleiben in deinem Hals“
Immer wieder schleudern die Töne wie ein helle Erkenntnis, von der man meint des Lebens Sinn gefunden zu haben, durch den Raum. Sie bellen an den Wänden zurück und die sonst versalzte Haut bekommt Hügel der Glücklichkeit zu spüren. Der Abend soll nie enden, doch wenn die Stimmen langsam verklingen und nur das Räuspern der Traurigkeit einen Klang erwidert, dann sind die Gedanken aller wieder auf dem Meer. Mistiges Elend und hinten am letzten Tisch in der Ecke versucht sich ein Matrose an einem aufmunterndem Witz. Keiner kann lachen, alles schweigt. An der Satire hat man nur die Tränen gefunden, nicht den Spott und auch nicht s anderes. Es schweigt so lange bis wieder ein Klopfen ertönt und die Kehlen ranzig Knarren.
„Kapitän, oh, Kapitän,
deine Habsucht wollen wir sehen.
So viel Salz, viel Salz,
Soll stecken bleiben in deinem Hals“
Nur die Müdigkeit holt sie aus dieser Euphorie der Hoffnung wieder heraus und ein neuer Tag voll trügerischem Sonnenschein blendet über die gefetteten Harpunen. So traurig wird der letzte Schluck gesoffen und dem Bett entgegen gekrochen. Alles wird wieder alt werden, wieder schlecht und die Lider klappen nieder.....
2.7.06 17:29


Tagebucheintrag 3.Oktober

Wir treiben weiter hinaus aufs Meer und nur die Geier machen sich noch die Mühe uns zu folgen, zu beobachten und gedanklich zu zerfleischen. Der Mast lodert in der brennenden Sonne und der Aussichtturm ist ein gefährliches begehen. Schon seit Tagen hat niemand mehr das Ganze überblickt, nur zerkratzte Fässer und verwelkte Blumen lassen erahnen wie nah wir unserem Tode sind. Salz, soviel Salz, verklumpt und dreckig, gibt es zur Feier des Tages. Die Fahnen, so zerfressen sie auch sind, wehen im Wind. Nicht den Stolz bringen sie in unser Herz, nein, das längst Vergangene. Kinder laufen über Bord und spielen, feiern, weil sie es nicht anders kennen. Wie gut es ihnen doch geht. Mit drüben Ausdruck im Gesicht der Vater hinterher und der Mutter verbitterter Versuch keine Träne zu entbehren. So ziehen sie auf dem modernden Deck, gefangen vom schönen Übel, dem Meer, durch das Miasma in der Luft. Lieder kreischen aus den Mündern von bediensteten Sängern der Brücke und nur in tiefsten Ecken hört man die wahre Besatzung mit ihren rauen Stimmen aus denen die verbotenen Delusionen wimmern. Der Steuermann fährt Kreise und mein Hals droht zu schließen, weil wir immer wieder in den alten Gestank hinein fahren. Auch der Kapitän, der sich vorhin noch mit gehobenen Haupt auf der Brücke feierte, hat sich in die Kombüse verdrückt um den Geruch von Fleisch und Wein zu schnuppern.
In der Nacht, hier wo ich meine letzten Eindrücke zu Worten bringe, ist es Still und jedes Auge blickt dem Sternenhimmel empor. Nur der Klabautermann bringt seinen laut. Es knarrt und klopft und ein Traumland in den Köpfen ist entstanden. Mein Körper ist schwer und ungehalten. Bis in die letzten Nervenbahnen versuche ich mich zu besinnen, den Tag zu streichen und die Brücke zu vergessen. Neben mir ein großer Knall, ganz ohne Schrei und Atem. Ein Matrose ist gesprungen, sucht das Weite in der Nacht und wird seine Ruhe finden...
17.5.06 14:51


Narragonien liegt uns nah!

Drüben überm großen Teich liegt das Plateau der Verhassten. Für ihre Taten und ihre Nasen, die dem Himmel so gleich entgegen stehen, sind wir tiefst abgeneigt und noch mehr verspüren wir Hass in uns, weil sie das Vorbild unserer Verschanzten Kerkergruppen sind. Eingefleischte und doch primitive Nützlinge der Zerstörung sind sie und doch, auch vergebens, treibt ihr Wahn es fort aus Narragonien um andere naive Großwollende ihrem Verstand zu berauben. Ihre Normen, ihre Werte, schneiden sich Zunehmens in unsere Besatzung ein und der Schmerz wird stets größer, als wenn die Waffe ewig gedreht, gestochen und verzehrt wird. Welch Grund kann es sein, dass alles nun so derb in unseres Schiff eintrat? Welch Hinterhalt, welch Boshaftigkeit kann es geben, diese Gesichter so mit Salz zu tränken, das ihre Haut der Verzweiflung nahe, sich mit dem verstunkenen Meer ergänzt und die Realität einnimmt. Diese Gesichter in denen einst noch Hoffnung saß! Selbst wenn der Nacken brannte wie tosendes Feuer, sah man noch verfranzte Lippen die der Ironie entgegen lachten und sich nach stolzen Worten aufbäumten. Über lange Äonen von Jahren hat es sich so zugetragen, man hat unseren Narrenbrötlern gewährt, eine Verbindung mit den Haien einzugehen. Haie schwimmen und wenn es wichtig ist, auch sehr schnell. Sie sind die Verteuflung des Meeres und niemand braucht sie eigentlich, nur unser gewähren hat es zu gelassen, das keiner sie mehr braucht als unsere Verschanzten, die nicht wissen wie das Deck ihrer Matrosen aussieht. Korrupt allein ist es schon mit ihnen zu verhandeln, obwohl sie für eine viel wichtigere Aufgabe von uns erwählt wurden. Doch sie nehmen ihre Erwählung nicht wahr und lassen so mit zu, dass die beißheißen Haie, den Narragonern freien Weg auf unsere Schiffe des mittleren Meeres geben. Alle Sitten, jegliche Normen, auf welche wir sonst stolz waren sind nun zerschmettert und der Weg in die düstre schwarze Gleichheit aller Deckschrupper hat noch lang kein Ende. Wie auch schon in Narragonien soll nun bald jedes Abteil unseres Schiffes, mit seinen Vorräten auf sich allein gestellt sein. Verhältnisse bei denen sich unsere Ostfront wohl nicht sehr freuen wird und auch allein die Begebenheiten vom anderen Ende des Teiches reichen aus, zu beweisen, dass uns dies ans voraussagbare Ende treibt. Ja, ans Riff! Die Narrenherrscher der anderen Seite haben stets versucht es zu vertuschen, aber ihre Matrosen sind längst tiefer gesunken als wir und die Herren ans sich sind noch mehr in Verruf als unsere. Ihre Wälle sind höher als die des unseren Regiments und deren salzverkommenes Volk, welches sich schon selbst den letzten Rest Verstand ausraubt, hat keinerlei Chance sich der Umstände zu verwehren. Wenn wir das wollen, was wir auch nicht wollen, weil wir die Entscheidung unserer hedonistischen Herren nicht beeinflussen können, würden wir dem letzten Dreck des Wassers angehören und jedweder Sinn dieses Schiff weiterhin zu führen wäre ein Lüge. Den ein auf dem Riff zerschelltes Schiff zu führen, wäre eine Vertuschung der Begebenheiten und nun entscheidet......, doch es ist längst entschieden, - und Kurs aufs Riff!!!

9.3.06 21:11


Die Lehre der Sterne!

Ja, man hat sich wieder um entschieden die Lehre von den Sternen zu verändern und nicht der kleinste Matrose, noch der große Kapitän unseres Schiffes weiß noch wie man sie nun deuten soll. Man hat sich nach vielen Umstellungen der Konstellationen nun entschieden, die Sterne wenigstens Teils wieder nach den alten Regeln zu deuten. Große Sterne sollen nun doch wieder mit kleinen auseinander gedeutet werden und dafür wieder nur kleine zusammen gedeutet werden. Keiner vermag jetzt noch überhaupt Sterne deuten zu wollen und der Orion ist längst eine Fabelgestalt unserer Gedanken. Das Narrenschiff in voller Fahrt und niemand hat auch nur den blassen Schimmer, wie man am Abendhimmel den richtigen Weg abließt. Lasst das Schiff weiter ziehen und den Reformisten darauf ihre Deutungen erstellen und wir werden schon bald Bankrott gehen, oder wohl eher bankrottgehen. Niemand weiß, was nun mehr uns der Himmel sagt und so kann es uns doch nur noch weiter auf das Riff entführen.
Kein Stern vermag noch Zeichen zu geben, wenn wir nicht wissen wie wir sie lesen sollen. Und Kurs aufs Riff, doch nicht schon mit unseren Kindern!

3.3.06 16:32


Und auch die Kapitäne gehen mit den Haien!!!

Ja, man mag es kaum glauben, aber nach neusten Meldungen vom Narrenschiff ziehen selbst die Kapitäne mit den Haien. klar ist es schon längst bekannt, jedem ist es klar wie ein Licht der Erkenntnis, dass die verschanzten auf der Brücke mit den äußeren Einflüssen des Schiffes kooperieren. Sie gehen Hand in Hand und zermürben das Deck der Matrosen und wenn es nicht schon allein eine Frechheit ist sich nicht nur um das Schiff zu kümmern, sondern noch auf Fischfang mit den Haien zu gehen, können sie es uns noch nicht einmal preisgeben, wie viel verdienst sie daran tuen. Einer unserer Kapitäne ist dadurch schon stark in Kritik geraden, er trägt den Namen eines Monats unseres salzvergifteten Jahres und man nennt in "Nummer 3 von 12". Mit mehr als 5 Haien lässt er sich ein, kassiert dafür unbeträchliche Mengen und man vermag stark daran zu zweifeln, das er dieses Schiff noch unter Kontrolle hat. Und für dieses reiche Glück ist er sich noch zu fein, zu veröffentlichen welchen Profit er dabei von sich zieht. Alle anderen Narren auf dem Deck, bis auf wenige andere, haben sich im Gegenteil dafür frei gemacht und ihren von Haien beholfenen Fischfang zu veröffentlichen. Auch wenn es uns nichts bringt, sind doch die meisten so ehrlich ihre Ausbeute uns vor unserern Augen zu präsentieren. Ehrlichkeit möchte man doch wenigstens fordern, aber warum gerade bei solchen Dingen. Jedem wäre es lieber die waghalsigen Vorraussagen einmal ehrlich zu erzählen, als dann mit der Wahrheitsrute nur bei Sachen aus zu packen, die so oder so dem Holzdeckschruber nichts bringen. Doch von der Sonne gestochen und vom Salz benommen, nehmen sich viele eurer Wahrheit in diesem atomisch-kleinen Punkt an und kaufen euch wirklich ab, ihr wäred ehrlich. Ihr wisst es und das ist gut. Gut für euch. Wieder einmal ist die Brücke nicht in Gefahr. Und ihr blendet und nur wenige fragen noch wie lange und die Stunde mag nahen an dem die zurück schlagen, die dieses Schiff überhaupt ausmachen. Jeden Tag wird es geschrubbt, gebohnert, repariert und ehrenwert betreten von denen die euch untergeordnet sind. Doch ihre Hoffnung steht in diesem Rumpf, auf dem Holz auf dem sie laufen und eure Wenigkeit hat keinen Bezug zu diesen stolzen Schritten auf Deck, weil ihr sie nicht kennt. Doch wartet nur, bald laufen wir auf Riff und eine riesige Flut von Menschen wird stürmen für ein endlich von Stolz regiertem Schiff, so wie damals, als unsere zwei Schiffe vereint wurden, nur das dieses einemal eine aus den Trümmern gelernte Wahrheit steigen wird, um uns zu regieren.
2.3.06 02:08


 [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung