Dichterhain (JBHart)


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Ein unaufessbarer Teller unwichtiger Allgemeinbrei.

Leiber recken sich in der Sonne und schürfen das eingelagerte Salz auf ihren Wunden. Hoffnung blüht scheinbar auf. Gilbe Blätter flattern durch jeden Winkel auf dem Deck. Gilbe Blätter mit bunten Farben eingeziert und klaren Worten die selbst der dümmste Deckschrubber verstehen würde. Injizierung aufreibender Themen sind das Ziel. Die Horde diskutiert wild und auch sichtlich klar scheint die Entscheidung. Nie wieder dieses Schiff! Nicht so!
So segelt angenagt der riesige Holzkadaver seinem Ende entgegen. Bald Land in Sicht zu haben ist der ungebremste Traum. Und auch Essen in den Mündern. Welch Wohltat es doch wär...würden wir sie abwählen.
Nur noch ein paar Wochen waren es, dann hätten wir es hinter uns gebracht. Doch der Kapitän, wohl eher die !Kapitänin! und ihre gutgenährten Schoßhunde gaben sich auf liebvollste Weise ihrer Besatzung her. Man verkündete es sei eine Flaschenpost gefunden wurden, die eine Karte enthalte, welche ein enorm fruchtbares Land hergibt. Das Utopia unserer Träume ist nicht länger mehr ein Traum. Zur Feier dieser Entdeckung gab es riesige Portionen Brei aus den Restbeständen unserer einst so vollen Kartoffelkammer.
Diese Tölpel aßen und aßen. Die Gegenkandidaten, welche den Kapitän ablösen wollten, streikten und hungerten. Ihre Augen bargen Tränen die nicht verstanden. Die Augen der Deckschrubber jedoch glänzten voller Freude und sie wiederum verstanden nicht, wie man sich des Essens eines so edlen Kapitäns verweigern könne. Gierig schlangen sie ihr Brei weiter in sich hinein.
Vollgenährt in den späten Abendstunden liefen dann die Schoßhunde in den Reihen entlang und verlangten den Namen des künftigen Kapitäns hören zu wollen. Die Wahl war geschehen. Überdeutlich blieb alles beim alten. Aufgaben wurden nun verteilt um das Schiff auf Fordermann zu bringen damit das Land in einem guten Zustand angesegelt werden kann. Mit Schweiß und Tränen, aber überseht von Hoffnung, packten alle mit an. Das Schiff glänzte auf eine Art und Weise wie nie zu vor. Nach mehreren Wochen war nun alles getan. Allein der Traum an dieses Utopia, an dieses Ziel, brachte die Leute dazu alles zu geben, ohne zu bemerken, dass es nicht einmal Essen gab. „HUNGER!“ schrie der ein oder andere. Aber von der Brücke kam keine Antwort. Durch die Segel zog seicht der Wind. Es gab keine Antwort.
Und das Narrenschiff hält weiter aufs Riff zu.
10.7.09 15:47
 


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