Dichterhain (JBHart)


* Startseite     * Über...     * Archiv     * Gästebuch     * Kontakt     * Abonnieren



* Themen
     Dichterhain
     Der Schreiberling
     Narrenschiff
     Neidtexte

* mehr
     Das räudige Leben (Kapitel1)
     Willst du schlafen gehen?

* Links
     elcommandante
     500beine
     Messias
     promisc
     J.B.Hatecraft
     Tabulatoren
     Toplisten








Der Weg zum Gipfel

Schau zum Berge hinan,
dem Gipfel, - der Sonne ergeben.
So kahl und kraus,
doch Weise im Leben.

Und im Tiefen der Jungbaum,
schmächtig lind,- dem Winde verfallen.
So dürr mit Knospentrug,
doch unten muss er krallen.
7.9.06 17:31


Werbung


Das Leben braucht Zeit

Blicke hinweg von allem noch so Schönen,
so wirst im Größten Dreck
du dich mit deinen Ansprüchen versöhnen!

Fall in Kindheit lieber einstmals viel zu tief
und zähle Leibesflecke gern,
dann wird dir Fremd der Gesellschaft Mief!

Lieb zu Anbeginn stets sehr sentimental,
schon bald wird Trauer luftig
und ein Entsagen ist nun mehr keine Qual!

Doch ist’s soweit dann erkenne sie just,
deiner Ausbildung Ende,
sonst vollendet all gelerntes in drallen Frust!
21.9.06 18:00


Liebesglück

Oh, holdes Weib, dein Suchen wollt nie dem End entgegnen.
Ein fester Halt wie der Ast am Baum,
deiner Schönheit Scharren angezogen, gabst dich nicht hin.
Ließest dem schnell Erblindenden ein düstren Schauer regnen,
denn dein war der Wunsch der Sicherheit, - doch im vollen Gefilde.
Eine Suche nach der Goldnadel im Heuhaufen,
dem lösenden Knoten in unzähligen Schlaufen,
denn dein Charakter zu verschenken war dein sehnvollster Drang.
Zum Trotz, dein Antlitz war’s, woran sich ergötzend jeder hang!
Nun, die einz’gen Blicke in deine verglänzten Augen, sind die meine!
Sehe hinweg über Narben des über dich gefallenen Infernos,
sehe über Demut und Mutlosigkeit, du bist wahre Schönheit!
Schönheit, die du glaubst nicht zu besitzen, mein reinstes Los.
Und jetzt erkennst du meine Ergebenheit zu deinem Sein,
was sonst nur Schmeichel war in deinen Augen.
Es ist jetzt, im ganzen Mist der Ereignisse, eine große Liebe.
Doch Zweifel nun nicht mehr, die Hoffnung ist nicht klein.
Freilich bist du nicht mehr das hübschste Kind, selbst blind
und auch massig viel lässt zur Untreue sich beschreien,
doch nimmer mich,
denn niemand ist so Schön wie die Liebe!
22.9.06 16:55


Liebeshunger

Welch Wohltat ist mir, von deinem Leibe zu verzehren
und deines mir liebend Herzen in der Vitrine zu verehren.
Auch dies wundervoll Gesäß, wie dem Metzger Hinterschinken,
gibt mir fortwährend Lust mich aus deinem Nabel zu betrinken.

Haare goldig, glitzernd,
strecken sich wie Schneelawinen,
deines Körpers Rundungen fühle ich,
schärfer wie Serpentinen!

Der gänsig, kühlen Haut will mein Tasten nicht entsagen,
will reißen, speisen und den nackten Busen in Händen tragen.
Auch wenn die Lippen schon so blass, ich werd dich lieben,
ihr starres Aug im Gesichte, nur der Kopf ist mir geblieben.

Es ist ausgeliebt,
und doch wirst uns nie vergessen,
denn meine Liebe darbt,
und so hab ich dich gegessen.





„...und ihre Köpfe sollten dem Volke ein Anblick sein, - zum erzürnen!
Und kein verschanztes, heiles Leben, - hinter Mauern und Türmen!“
28.9.06 17:37





Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung