Dichterhain (JBHart)


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Das Recht ist zu viel!

Sexualtriebtäter und Volksverräter
Kapitalkannibalen und getürkte Wahlen
Sozialverbrecher unterteilen alles in kleine Fächer
Pädophyles Gesocks und nationale Schock’s
Paradoxe Aufteilungen und eingekelchte Meinungen
Konsumenten mit Blüten und große Reden voller Lügen

Das Recht ist zuviel – für diese Gesellschaft
Das Recht ist zuviel – um es zu verlangen
Das Recht ist ein Krüppel,
es musste ihn spüren – den Lügenknüppel.
Zerbrochene Arme – zersplitterte Beine,
der Lügenmarsch zieht voran
Rechte Wege gibt es keine!

Hypnoingredienzen und blutige Sensen
Staatinfamien und naive Garantien
Emissionisten finanzieren aller Art Terroristen
Kongressdilettanten und Mafiosobanden
Monotone Regierungen und schwarze Liierungen
Ein riesiger Geldstrom für ein soziales Down - Syndrom

Das Recht ist zuviel – für diese Gesellschaft
Das Recht ist zuviel – um es zu verlangen
Das Recht ist ein Krüppel,
es musste ihn spüren – den Lügenknüppel.
Zerbrochene Arme – zersplitterte Beine,
der Lügenmarsch zieht voran
Rechte Wege gibt es keine!

In A-moll geht die Welt zu Grunde
5.8.06 00:21


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Trinken wir auf...

Die Zigaretten dämpfen ruhigsonnend nieder und die Wärme legt sich wie Zement um unseren Kopf. Die arg schleichende Depression der Geschehnisse macht uns letztendlich noch ganz den Gar aus. Schmerzen und Drücken und Misserfolg sind des Frustes lüsternes Spiel in den Bahnen unseres Hirnes. Katczinsky drückt seine Lunte aus, reckt den Kopf ein wenig auf, streckt zwei Finger schwerfällig in die Luft und fällt zu gleich wie ein nasser Sack in seinen Stuhl zurück. Nur eine Minute später bringt uns die Kellnerin mit ihrer vergilbten Schürze zwei Bier an den Tisch. Ein leises Runzeln, ein schwächliches Nicken von Kat und die Kellnerin zieht wieder, wie der Wind leise über Felder, hinter ihre Theke.
„Jetzt geht es wieder los, das ewige gesaufe auf den Hass. Auf den Hass über das Leben!“
„Nimm es wie es ist!“
Kat kann so vieles auf dieser Welt nicht mehr verstehen, er verhasst daher alles und melancholiert mit der Depression um sich her. Er ist wie ich, glaube ich, einer der zu viel denkt.
„Warum?,
Warum soll man es denn nehmen wie es ist. Wahr ist doch das wir es müssen, weil wir keine Wahl haben. Dann soll ich es noch wollen!?! Nicht mit mir!“
„Aber soll deswegen alles in Hass verfallen und so wiedergegeben werden?“
„Gewiss, nicht unbedingt als Hass, aber auf jeden fall als Trauer und Chancenlosigkeit. Zumindest wir sollten es so tun, als Einzelner, wovon es viele gibt, die aber auch zusammen keine Möglichkeiten haben.“
Seine Miene macht nun den Ausdruck eines Lehrers, der mir ungeschworen sein Wissen in den Kopf schlagen will. Er hält mir das Seidel starr und unbefangen vor die Nase. Ich stoße an und ein Trunkessatz quellt aus seinem Munde...
„Lass uns trinken!
Trinken wir auf die Hoffnung, die schmerzende Brust des Lebens. Hoffnung, zugleich auch ein Trauerzustand und nichts anderes als Träume.
Und Träume sind wandelnde Schatten, von denen wir uns erwünschen, dass sie sich mit Farbe füllen.“
Jedes Wort von Katzcinsky hämmert mir mitten ins Herz und das Bier ist auch schon wieder fast leer. Meine Gedanken und Ohren lauschen trotzdem gespitzt auf jeden weiteren Satz der aus seinem Munde quellt.
„Was für eine Tragödie ist unser Leben!“
Kat streckt wieder schwerfällig zwei Finger in die Luft, worauf die Kellnerin seicht und schwungvoll hinter der Theke zu schenken beginnt.
„und gerade weil sich die Schatten niemals in Farbe, in Leben, in aufbäumende Gestalten verwandeln, ist es eine!
Ich glaube selbst wenn es einmal ein Klecks Farbe in das Dunkel schaffen würde, bliebe es trotzdem eine Tragödie...“
Die Wirtin kommt wie auf Watte gehend auf uns zu geschlichen und stellt uns zwei neue Seidel auf die Deckel.
„...denn wer sich auskennt, weiß das der einzige Unterschied zwischen Komödie und Tragödie das Ende ist! Hmm, deswegen ist im Grunde genommen alles Tragödie.“
„Für wahr! Der Kiste entkommt keiner“ stottert die Wirtin zu den paar Wörtern, die sie verstanden hat und verschwindet so gleich wieder auf ihren drahtigen Beinen hinter der Theke.
„Alles nur Illusion! Illusion, wenn man versucht etwas Schönes in die dunkle Tasche des Lebens zu legen. Illusion, die sich in Depression wandelt, um so mehr man versucht auf sie zu bauen und nicht begreifen will.“
Ich nicke leicht zustimmend in der Trance seiner Worte und bekenne mich seiner Meinung nun viel stärker als zu vor. Kat steckt sich nun eine neue Zigarette an.
„Glaube mir,...“ er atmet stoßend aus und gelbgrau wirbelt eine Wolke so das man sich wünscht in ihrer Erkenntnis zu gleiten.
„...davon weiß ich was! Die Illusion war mir lange Zeit als Ziel und Sinn bekannt. Heute weiß ich das diese beiden Wörter nur ein Traum sind. Ein Traum, so wie vieles nur ein Traum ist! Ich habe mich in vielen Träumen geirrt und nur gesehen, wie ich es so gern haben wollte“
Er atmet tief und mit drosselndem festen Keuchen.
„Ich habe mich in allem getäuscht, in der Gesellschaft, wesen Problem es ist, das sie zu wenig Gefühl besitzt. Manch einer sitzt irgendwo in einem Raum, wo ein anderer verblutet und schrecklich krepiert. Er sieht es und es kümmert ihn nicht. Er stellt sich nur die Frage, wie lange es wohl noch dauert, aber fühlen tut er nichts.
Und das ist das Problem, wir fühlen zu wenig und das bringt uns alle nur weiter auseinander. Ich bin frustriert, den ich habe mich in so vielem getäuscht, in der Gesellschaft, in der Liebe, einfach in allem Mist, auf den ich jetzt nicht noch weiter eingehen will.
Wie soll man da nicht die düstere Mutter der Gezeiten anflehen und darauf hoffen dass Träume wahr werden?“
„Für wahr Kat!
Ich verstehe schon.“
Ich schlage die Hand hell wie eine Erkenntnis auf den Tisch und bestelle zwei neue Bier, in dem ich sie sofort wieder hoch hebe und zwei Finger hervor strecke.
„Die nächste Runde geht auf mich!“
„Na ja...“ runtzt Kat vor sich her und stößt einen weiteren gelbgrauen Wirbel aus seinem Mund, der meine Gedanken mehr und mehr auf das Leid fixiert.
„Was soll man machen?
Trinken wir weiter auf die Hoffnung, geben uns der Depression hin, verspotten jegliche Illusion und Leben in unseren Träumen, sogleich sie uns auch wie eine Illusion erscheinen.“
Verwundernd..., wie ein Tretlager kreisen meine Gedanken und auf der Kette, die darüber gleitet, erklingen immer nur die selben Worte. Immer wieder und immer wieder, nichts anderes interessiert mich jetzt zur Zeit. Nur diese Worte sind alles und bittere Wahrheit in meinem Kopf.
Gesellschaft, Gesellschaft, Gesellschaft...
Fühlen, Fühlen, Fühlen,
Hoffnung, Hoffnung, Hoffnung,
Depression, Depression, Depression,
Träume, Träume, Träume,
Illusion, Illusion, Illusion,
Tragödie, Tragödie,
Schatten,
Leben....
6.8.06 22:51


Vielleicht (ein Versuch)

Man hört keinen einzigen Ton in der hallenden Nacht dieser Party. Hämmernde Musik und Blicke die aneinander vorbei gehen. Ich weiß morgen werde ich wieder alleine in meinen Bette liegen und den Gegenstand in meinen Armen hassen. Die Leere. Doch ist es vollkommen okay, denn es könnte mir nichts egaler sein, denn ich habe nie gesagt das mir es weh tun würde. Tut es das? Vielleicht doch, oder auch nicht, wer weiß? Ich weiß nur, ich stehe hier und höre Musik, die gute alte NDW, doch höre ich keinen Ton von jeglichem was hier sonst so wuselt.
„Er hat die Titanic verloren im Meer, SOS...“ ich kann nicht mehr, obwohl ich nie gesagt habe, das es so ist. Ist es so? Verdammt noch mal, es ist doch zum schreien, immer wieder nur das eine verhasste Wort...Vielleicht? Ich weiß die Zahlen vom Lotto morgen nicht, doch hab ich einen Schein in der Hand und ich weiß wirklich nicht ob es sich lohnt ihn abzugeben. Es könnte doch ein „Sechser“ sein und am Ende würde ich mich ärgern, dass ich ihn nicht eingelöst habe. Vielleicht? Depression umkreist mich in Form von musikalischen Interpretationen. Ich bin der Kapitän und hab die Titanic verloren. Soll ich nun tauchen und sie wieder holen. Vielleicht? Ach, schon wieder! Auch ein Lied von größter Romantik wäre mir nun ein sehr theatralisches Stück.
Und alles nur weil dort dies Wesen steht, meine Titanic! Alles nur weil ich diesen Blick in Meinem sehen will. Doch er geht vorbei. Es könnte mir jetzt vollkommen egal sein, weil ich nie gesagt habe, dass mich das stören würde. Habe nie gesagt, dass ich irgendetwas vermissen würde und doch könnte es ja vielleicht...hm? Vielleicht! Ja, wenn ich wüsste das die Zahlen morgen meine sein könnten, doch es ist so lange her und schon schwer, oder war es doch erst gerade eben. Vielleicht?, das müsstest du entscheiden.
„Kling, Klang“ stottert die Musik, ja „Kling, Klang“ wie theatralisch.
„du und ich...“ ist das eine Frage oder eher Leere, „Kling, Klang“ so wie das Tropfen des Wassers in einer Höhle. Wer weiß? Vielleicht will ich es auch gerade nicht verstehen. Vielleicht? Es wäre ja in Ordnung wenn schon Blut geflossen wäre und viele Praxen gescheitert wären, aber...
du fehlst mir!
11.8.06 16:04


Grenzen der Liebe

Geschmuggelt habe ich mich in der Nacht,
herzdonnernd haben wir dann nur gelacht.
Am Tage erblickten wir uns durch Stacheldraht
und dauernd der Soldat der mich zum Gehen bat.

Auf deinen Wiesen so weit und ewig grün,
stampfen nun Ketten und lassen sie glühen.
Zwischen den Sternen die Granatkonstellationen
schweifen nieder, wo meine Erinnerungen wohnen.

Die Hoffnung lebt durch jeden ruhigen Tag,
Trauer-, nach dem fabrikneusten Einschlag.
Was interessiert uns Nationalgefüge und Politik,
nur dadurch sind wir so fern von unserem Glück.

Weit hinter den tiefen Bergen in Sicherheit,
wo nicht einmal fröstelndes Wasser schneit,
wartest du bangend auf den beschlossenen Stillstand,
das ich komme und uns schmuggle, in ein neues Land.
13.8.06 17:57


Worüber reden wir?

Unser einst
kämpft heut noch
gegen das längst Vergangene,
sodass die Gegenwart
uns schleichend leis
erdrosselt!

Viel mehr
gefällt heut noch
der Streit um Entschiedenes,
als die Gedankengänge
über bald kommende
Ekligkeiten.

Ganz herb
geht Lebensmut nieder
wegen spät erkannten Taten
und als bald es bemerkt,
ist’s schon wieder
Vergangenheit!


Worüber wir dann reden...und das nächste Thema wird schon geformt.
17.8.06 18:37





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