Dichterhain (JBHart)


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Die Augen des Tigers

Keine Schmerzen, keine Schmerzen,
die Augen des Tigers ziehen dich voran,
und der Hass in deinem Herzen.

Weiter mit dir, weiter mit dir,
brüllt das zweite ich in deinem innern,
und süchtig kämpfst du wie ein Tier.

Du kannst nicht mehr, kannst nicht mehr,
doch es bettelt dich um jede weitere Minute,
und Tigertatzen stampfen über Teer.

Furcht spielt keine Rolle, spielt keine Rolle,
sie brennt wie ein Feuer lichterloh tief in dir,
doch du hast sie unter Kontrolle.

Die Augen des Tigers kennen keinen Schmerz
und das Messer fest angenäht an deinem Herz,
so ziehst, stemmst, schreist du über viele Berge
und andere hinter dir, bewundern diese Werke.
15.6.06 13:05


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Mein Kind in der Hand

Neues Leben entstand auf dieser Erde,
aus reinstem Blut es sich ernährte.
Die nächste Stunde doch, schlug nicht mehr,
Ihr Herz, - starr und Tränen leer.

Geschieden um diesen Strom frei zu legen,
frische Quelle auf beschwerlichen Wegen.
Der Pegel stets errötet, weil ich weine.
Gebende Liebe, helfende Arme, - nur meine!

Gedanken rütteln durch dies bittere Beben.
Wir sehen entgegen einem anderem Leben,
denn die Begleitung fehlt in jedem Lied,
doch flimmert in Pianissimo der Abschied.

Wolken geben hoffentlich bald Lücken auf
für einen bunten Lenz mit neuem Lauf
und hindurch strahlend, ihre Sonnenpracht,
die ewige Liebe, gegen die Trübsalsmacht.

Keine Mutter wird ihr Leben lehren,
diese Elend Angst, es zu erklären.
Keine Brust hat ihren Hunger gepflegt,
weil seit Geburt, sie ohne Mutter lebt.

19.6.06 14:47


Auszug aus Matt Damon's GOOD WILL HUNTING

In dem Film wird ein Junge dargestellt, der sehr intelligent ist, jedoch Bindungsprobleme mit anderen Menschen hat und nicht recht weiß was er will. Hier eine der wohl besten Szenen aus dem Film. Will (Matt Damon) ist bei einem Bewerbungsgespräch beim nationalen Sicherheitsdienst eingeladen und verpasst dem Bewerbungschef ein gehörige Lektüre im Bezug auf die Arbeit der NSA.
...
Will: „Warum meinen sie sollte ich für denn nationalen Sicherheitsdienst arbeiten?“
Chef: “Nun, sie wären mit höchstbrisanten Projekten betraut und hätten mit Technologien zu tun, die sie nirgendwo anders zu sehen bekämen, da sie von uns selbst als streng geheim eingestuft wurden. Superstringtheorie, Funktionalanalysis, Ditaministische Chaosforschung...
Will: „ Codes knacken!“
Chef: “Hm,.... das ist nur ein Bereich unserer Tätigkeit“
Will: „ Ach komm sie, das ist doch das, was sie hier machen, über 80 Prozent der nationalen Geheimdienstarbeit. Der Laden ist doch 7 mal größer als der CIA.“
Chef: „ Wir hängen das nicht so gerne an die große Glocke, aber sie haben völlig recht.
Mhm.
Also wie ich das sehe stellt sich nicht die Frage, warum sollten sie für den NSA arbeiten, die Frage lautet, warum sollten sie nicht.“
Will: „ Warum ich nicht für den NSA arbeiten soll?
Thaha,
das ist gar nicht so einfach, ich versuch es trotzdem mal.
Angenommen ich bin beim NSA und eines Tages legen sie mir einen Code auf den Tisch, den nur ich knacken kann. Ich nehme mir das Ding vor und knack ihn auch. Ich bin zufrieden mit mir weil ich mein Job gut gemacht habe. Aber der Code war ein Standort von irgendeiner Rebellenarmee in Nordafrika oder im Iran. Wir schicken sofort Soldaten hin mit dem Auftrag das Dorf zu bombardieren und 1500 Männer und Frauen, die ich überhaupt nicht kenne, werden schnell mal umgelegt. Dann komm die Politiker und sagen: „Schickt die Marines da hin, die Gegend sichern“. Denen ist es ganz egal, ihre verfluchten Söhne werden ja nicht da draußen irgendwo im Busch abgeknallt und sie selbst müssen nur zur Nationalguarde. Dann bekommt ein Typ aus Southend nen Granatsplitter in den Arsch. Er darf nach Hause und stellt fest, das die Fabrik in der er gearbeitet hat genau in das Land exportiert worden ist und der, der sein Arsch weggeschossen hat, hat jetzt sein Job, weil er schon für 15 lausige Cent am Tag arbeitet. Plötzlich begreift er das man ihn bloß rüber geschickt hat um da die Machtverhältnisse so zu verändern das wir günstig an Öl ran kommen. Die Ölgesellschaften haben sich natürlich die Hektik da drüben zu nutze gemacht und die Ölpreise bei uns sofort nach oben korrigiert, aber davon hat mein Kumpel ja nun absolut nichts. Doch das Öl wollen die erst mal gar nicht, also heuert man als Kapitän ein Alkoholiker an, der mehr auf Schnaps steht und völlig besoffen die Eisberge umschifft. Er rammt ein, das verdammte Öl läuft aus und vernichtet alles Leben im Nordatlantik. Mein Kumpel ist Arbeitslos und kann es sich nicht leisten mit dem Auto zu Vorstellungsgesprächen zu fahren. Macht sich echt scheiße so ein Granatsplitter im Arsch und er muss hungern, denn jedes Mal wenn er was zu beißen aufgetrieben hat, haben die nur so ein scheiß verseuchten Fisch ausm Nordatlantik. Was ich davon halte?
Ich warte lieber auf was besseres. Wo ich schon mal dabei bin, wieso erschieß ich nicht meinen Kumpel, verschenk sein Job, bombardiere ein Dorf, erschlag ein Seelöwenbaby, zieh mir mal schnell ein Joint rein und werde Mitglied in der Nationalguarde. Zum Präsidenten würde es reichen.
...
21.6.06 23:39


Ich liebe!

Traurig blicken meine Augen nach, wenn ich dir beim Heimgehen hinter her sehe.
Erbetteln könnte ich jede weitere Stunde, weil ich dich spüren will, in meiner Nähe.
Rot pumpt das Blut durch meine Vene und wild sucht es nach deinem Kontakt.
Richtung Herz fließt jede Träne und bargt Hoffnung in jedem Herzstoß der hackt.
Ich liebe, schreit jede Zelle vor sich her und wünscht für immer, es bliebe und noch mehr.

Fünf Zeilen und fünf Buchstaben an des Wortes Anfang überfroh erglühen,
Dies ergibt den Namen, nach dem sich mein Herz sehnt, sie zu entführen.

Ich liebe, sage ich voller Sicherheit und wünsche mir Hoffnung.
Hoffnung dich zu halten und dir deine Sicherheit zu versprechen.
Ich liebe, den ich mach mir mehr sorgen über dich als über mich
Meine Gedanken wandeln in deinem Bild, tief verlieben sie sich.
Und küsse könnten ewig klingen und das Lied der Liebe singen.

Ich liebe dich.
22.6.06 13:03


IN ATOM WE TRUST

Ein stumpfer Stein,
war noch zu fein.
Angespitzt wurde er,
reichte aber auch nicht mehr.
So wurde nun scharfes gegossen
und trotzdem in den Wind geschossen.
Gegossen und geschliffen, nichts ist passiert,
all das Spitze Zeug hat nicht funktioniert.
Erfunden wurde nun das Gewehr,
es gefiel uns schon sehr,
doch so sehr es uns gefiel,
es langte nicht fürs große Ziel.

Nun letztendlich, komm und sieh,
wir nutzen die Atomenergie
und als die erste Bombe fiel,
näherten wir uns endlich unserem Ziel.
Es ist wirklich nicht mehr weit,
dann ist die Welt in zwei geteilt...

IN ATOM WE TRUST... Vereinigte Staaten und die Welt ist unser.
23.6.06 12:14


Mit 12 im Leben, mit 13 am Gewehr, mit 14 der Erde nahe!

1943, Februar
Kinder spielten mit Plastiksoldaten Krieg im Sand.
Ihre Gesichter voller Freude und sie konnten lachen.
Heute doch liegen sie im Keller mit zitternder Hand,
fragen: was ist los und woher kommt dieses Krachen.
1943, Sommer
Sie sahen wie die eigenen Eltern unter Granaten fielen,
wissen nun, dies ist Krieg und müssen bitter weinen
mit Soldaten im Sandkasten werden sie nie wieder spielen
des Rauches Dunkelheit, es soll wieder Sonne scheinen.
1944, ...
Eine zerstörte Kindheit will es nicht begreifen,
warum kein Ende des donnernden Tobens naht.
Das Kopfkissen in der Nacht ist ein Autoreifen
und nach Luft zu ringen des Tages einz’ge Tat.
1945, Totale Offensive
Viel zu schnell ins kalte Leben gezogen,
später noch mit Stolz an die Front getrieben.
Verstanden nichts und wurden belogen,
so üppig viele Leichen kann man nun sieben.
26.6.06 09:53


Wie lang?

Kannst du sie erwidern,
mich an erster Stelle eingliedern,
verwelkende Blätter umgehen
und eine lange Zukunft mit mir ersehen.

Wollen wir nicht Leben,
uns in dunkle Gefahren begeben,
sich darin noch behaupten,
woran so viele nicht dran glaubten.

Ist es nicht Trübsal,
ängstlich zu denken ohne Wahl,
das schlimmste zu befürchten
und so über unser Schicksal zu richten.

Es ist tiefste Furcht,
wenn man dem Flüstern horcht,
was stechend lacht- vorbei
und Krell ertönt ein Sorgenschrei.

Wollen wir nicht lieben,
auf Ewigkeiten und ohne Intrigen,
in endlos haltenden Händen,
die sich zärtlich jeden Puls zu senden.

Kannst du dich ausdrücken,
mich mit Worten sorglos entzücken,
vergängliches streng ersticken
und mir dabei tief in die Augen blicken.

Ist es eine Sternschnuppe,
es richtet sich die Fingerkuppe,
zeigt auf den Abendhimmel,
wo ein Schweif zieht im düstren Gewimmel.

Wollen wir nicht trauen,
jegliche Last in die Leere hauen,
Treu sein bis in tiefste Gassen,
ganz egal wie sehr uns dafür andere hassen.

An deiner Seite
Wie lang? Wie lang? Wie lang?...
28.6.06 00:02


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