Dichterhain (JBHart)


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Epilog zu etwas Unerklärlichem!!!

Von Zeit zu Zeit denkt man, man habe wahres Glück gefunden. Doch der Scherbenhaufen der trostlosen Nachlese, dieser so traumhaft begonnen Geschichte, folgt meist bald.
Sei es das tausendste mal, man hat sich in die Zelle der Verblödeten gesetzt und nimmt wieder hoffnungsvoll eine dieser Herausforderungen an.
Wozu? Ist der Tod schöner, wenn einem einer dabei zu schaut?
Verdammt Mann, ja!
Sind es temporär die kleinen Sachen, welche uns Menschen lebenswert machen, so sind es leider die Großen, welche uns wieder trennen. Wie irrsinnig, irrational!
Wie Schraube und Mutter muss aus zweien, eins werden. Auch wenn noch so dick eine Platte die Stirnseiten trennt, so hat es im festen Kern ein klares Ziel, der Zusammenhalt,- die klare Priorität. Und wann wäre dies so? Ja, scheinbar wenn jedes Teil für sich, seiner Stärke, seiner Kreativität die Zeit gibt, die Kraft zum Leben zu bekommen.
Sonst? Materialbruch!
Es ist alles so unklar. Die Welt um mich herum kann sich nicht entscheiden. Sie schenkt mir auch nicht das Vertrauen, dass ich anders bin als die typischen Gewogenheiten dieser Zeit. In einer mir erkrankt geglaubten Welt, was erwarte ich? Gesundheit darin zu finden? Schwachsinn!
Ich wandle auf dem dünnen Grad zwischen Enttäuschung und Glückseeligkeit. Mein größter Feind ist vor jeder Wahrheit schon die Sorge. Drum ist es mir ein Rätsel weshalb ich noch auf dem Grad und nicht schon längst in der Enttäuschung versunken bin. Warum? Weil mein Kopf nicht Welt ist! Wenn es so wäre, wären Träume keine Träume.
Nur deshalb geht es weiter. Wären meine Sorgen und Gedanken, Herz und Adern, wäre das Blut schon kalt und Stummleben ziere diese Welt.
Kannst du noch folgen? Ich mir nicht!
Denn so ist das Leben...
15.5.10 14:27


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..........

Von Erwartungen geplagt,diskutiert dein Sein mit allem was es doch erleben will.
Nie wird es sich liieren!
Wie Tod und Leben, so hat das Eine Luft- das Andere nicht.
Es stärkt sich der, der Glück erleidet oder noch besser gar, Intelligenz ganz meidet.
Und Glück, wie Ewigkeit so wertlos, schenkt dir keine Ruhe.
Dein eigenes Werk ist Leben.
Nur ohne Achtung auch schon wertlos. So plagst dich Zeit des Lebens ständig nur- Ist es nutzvoll oder doch vergebens?
Erwartung und Erleben – wichtig sind jene, welche mit dir Leben!
10.5.10 21:55


Trostgedicht

Der graue Meister Herbst ist da
und stoppt der Seelen Flüge.
Die Menschen werden sonderbar
und schmeißen sich vor Lachen

(Gsella am Donnerstag)
17.11.09 21:06


Alles verloren

Gibt es überhaupt noch wahres Glück,
wenn ja erarbeit es dir nur ein Stück
dann fällst du auch nicht so tief.
Verspührst den Verlust so intensiv
Ich hab verloren was ich brauche,
mache nur noch was ich muss.
Alle sind damit zufrieden
denn nur mir fehlt dieser Kuss

Ich habe alles verloren.
Meine Gefühle waren nicht wichtig
Ich habe alles verloren.
Nun schmerzt es daher richtig

Warum leb ich diese ganzen Ideale
Wo ich mir meine Zukunft ausmale.
Kämpfe so gerne auch im Stress
Wo ich leider mein Herz vergess
Ich wache viel zu spät erst auf,
und nun fehlt mir die Motivation
Alle bauen auf meine Hilfe.
Doch ich hasse diesen Thron.

Ich habe alles verloren.
Meine Gefühle waren nicht wichtig
Ich habe alles verloren.
Nun schmerzt es daher richtig
9.9.09 15:32


Waldbrand

Im Nebeldunst sich das Spinnennetz spannt,
im Mondlicht unberührt jähe Zeit verweilt.
Der mausernd Kuckkuck im kahlen Gewand,
seine Federn wie ein Zeiger die Zeit verteilt.

Der Birken Äste sich voneinander stützen,
keine Gunst sich dem Sturme zu verwehren.
Allein dem Wolf scheint es zu nützen,
am alten Trott die Schwächen zu verzehren.

Wenn die Sonne den garsten Boden liebkost,
der ungepflegte Grund so welk durch Eisenerz.
Die Waldfee sucht missend nach altem Trost,
und sticht sich am Rosenbusch ihr klagend Herz.

Verfroren vom ewigen hoffen und warten,
leb ich nun gekrümmt im freien Aschelaub
Die Fee zog fort, verbrannte unseren Garten
all die Blütezeiten nur noch Gedankenstaub.


In Gedanken an eine schöne Zeit
7.9.09 20:03


Ein unaufessbarer Teller unwichtiger Allgemeinbrei.

Leiber recken sich in der Sonne und schürfen das eingelagerte Salz auf ihren Wunden. Hoffnung blüht scheinbar auf. Gilbe Blätter flattern durch jeden Winkel auf dem Deck. Gilbe Blätter mit bunten Farben eingeziert und klaren Worten die selbst der dümmste Deckschrubber verstehen würde. Injizierung aufreibender Themen sind das Ziel. Die Horde diskutiert wild und auch sichtlich klar scheint die Entscheidung. Nie wieder dieses Schiff! Nicht so!
So segelt angenagt der riesige Holzkadaver seinem Ende entgegen. Bald Land in Sicht zu haben ist der ungebremste Traum. Und auch Essen in den Mündern. Welch Wohltat es doch wär...würden wir sie abwählen.
Nur noch ein paar Wochen waren es, dann hätten wir es hinter uns gebracht. Doch der Kapitän, wohl eher die !Kapitänin! und ihre gutgenährten Schoßhunde gaben sich auf liebvollste Weise ihrer Besatzung her. Man verkündete es sei eine Flaschenpost gefunden wurden, die eine Karte enthalte, welche ein enorm fruchtbares Land hergibt. Das Utopia unserer Träume ist nicht länger mehr ein Traum. Zur Feier dieser Entdeckung gab es riesige Portionen Brei aus den Restbeständen unserer einst so vollen Kartoffelkammer.
Diese Tölpel aßen und aßen. Die Gegenkandidaten, welche den Kapitän ablösen wollten, streikten und hungerten. Ihre Augen bargen Tränen die nicht verstanden. Die Augen der Deckschrubber jedoch glänzten voller Freude und sie wiederum verstanden nicht, wie man sich des Essens eines so edlen Kapitäns verweigern könne. Gierig schlangen sie ihr Brei weiter in sich hinein.
Vollgenährt in den späten Abendstunden liefen dann die Schoßhunde in den Reihen entlang und verlangten den Namen des künftigen Kapitäns hören zu wollen. Die Wahl war geschehen. Überdeutlich blieb alles beim alten. Aufgaben wurden nun verteilt um das Schiff auf Fordermann zu bringen damit das Land in einem guten Zustand angesegelt werden kann. Mit Schweiß und Tränen, aber überseht von Hoffnung, packten alle mit an. Das Schiff glänzte auf eine Art und Weise wie nie zu vor. Nach mehreren Wochen war nun alles getan. Allein der Traum an dieses Utopia, an dieses Ziel, brachte die Leute dazu alles zu geben, ohne zu bemerken, dass es nicht einmal Essen gab. „HUNGER!“ schrie der ein oder andere. Aber von der Brücke kam keine Antwort. Durch die Segel zog seicht der Wind. Es gab keine Antwort.
Und das Narrenschiff hält weiter aufs Riff zu.
10.7.09 15:47


Im Westen nichts neues!

„Für mich ist die Front ein unheimlicher Strudel. Wenn man noch weit entfernt von seinem Zentrum im ruhigen Wasser ist, fühlt man schon die Saugkraft, die einen an sich zieht, langsam, unentrinnbar, ohne viel Widerstand.
Aus der Erde, aus der Luft aber strömen uns Abwehrkräfte zu – am meisten von der Erde. Für niemand ist die Erde so viel wie für den Soldaten. Wenn er sich an sie preßt, lange, heftig, wenn er sich tief mit dem Gesicht und den Gliedern in sie hineinwühlt in der Todesangst des Feuers, dann ist sie sein einziger Freund, sein Bruder, seine Mutter, er stöhnt seine Furcht und seine Schreie in ihr Schweigen und ihre Geborgenheit, sie nimmt sie auf und entläßt ihn wieder zu neuen zehn Sekunden Lauf und Leben, faßt ihn wieder, und manchmal für immer.
Erde – Erde – Erde!
Erde, mit deinen Bodenfalten und Löchern und Vertiefungen, in die man sich hineinwerfen, hineinkauern kann!
Erde, du gabst uns im Kampf des Grauens, im Aufspritzen der Vernichtung, im Todesbrüllen der Explosionen die ungeheure Widerwelle gewonnenen Lebens!
Der irre Sturm fast zerfetztem Daseins floß im Rückstrom von dir durch unsere Hände, so dass wir die Geretteten in dich gruben und im stummen Angstglück der überstandenen Minute mit unseren Lippen in dich hineinbissen!
Wir schnellen mit einem Ruck ein einem Teil unseres Seins beim ersten Dröhnen der Granaten um Tausende von Jahren zurück. Es ist der Instinkt des Tieres, der in uns erwacht, der uns leitet und beschützt. Er ist nicht bewußt, er ist viel schneller, viel sicherer, viel unfehlbarer als das Bewusstsein. Man kann es nicht erklären. Man geht und denkt an nichts – plötzlich liegt man in einer Bodenmulde und über einem spritzen die Splitter hinweg; aber man kann sich nicht entsinnen, die Granate kommen gehört oder den Gedanken gehabt zu haben, sich hinzulegen. Hätte man sich darauf verlassen sollen, man wäre bereits ein Haufen verstreutes Fleisch. Es ist das andere gewesen, diese hellsichtige Witterung in uns, die uns niedergerissen und gerettet hat, ohne dass man weiß, wie. Wenn sie nicht wäre, gäbe es Flandern bis zu den Vogesen schon längst keine Menschen mehr.
Wir fahren ab als mürrische oder gutgelaunte Soldaten – wir kommen in die Zone, wo die Front beginnt, und sind Menschentiere geworden.“
28.8.08 14:20


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